Dinge über den Heiligen Patrick, die Sie noch nicht wussten

Dinge über den Heiligen Patrick, die Sie noch nicht wussten

Maewyn Succats geistliches Vermächtnis ist zugleich ironisch und inspirierend. Er wurde um 385 n. Chr. in Schottland in eine gläubige christliche Familie hineingeboren; als junger Mann wurde er entführt, nach Irland verschleppt und als Sklave an einen Rinder- und Schweinehirten verkauft.

Zum Zeitpunkt seiner Gefangennahme, im Alter von etwa 15 Jahren, war Succat kein Nachfolger Jesu – er war voller Begierde, Hass und Betrug und ignorierte den liebevollen Einfluss seines Vaters, eines angesehenen Kirchenführers. Succat kam zu der Überzeugung, dass seine Selbstsucht ihn ins Verderben stürzte, und schrieb später über seine Gefangennahme: „Es geschah nach unserer Verdiensten, denn wir hatten uns von Gott abgewandt und seine Gebote nicht gehalten.“

Doch während seiner sechs Jahre harter Gefangenschaft, in Lumpen gekleidet und mit kaum Schutz vor prasselndem Regen und eisigen Nächten, gab Succat sein Leben Gott. Während dieser langen Abende voller Hunger und Leid erinnerte er sich an die sanften Stimmen seiner Mutter und seines Vaters, die ihn drängten, Jesus nachzufolgen. Und schließlich erkannte er, dass es im Leben mehr gab als nur ihn selbst.

Als er in den Sternenhimmel blickte, betete Succat am Abend seiner Bekehrung zu Gott: „Ich werde aufstehen und zu meinem Vater gehen.“ Bald darauf entkam er der Gefangenschaft und kehrte in seine Heimat zurück, bereit, dem Ruf des Himmels zu folgen. Gestärkt durch seine neue Hingabe fand Succat eine Kirche, deren Stimme in der Geschichte weitgehend verloren gegangen ist, und schloss sich ihr an.

Entgegen dem Zeitgeist der religiösen Lehren jener Zeit hielt die keltische Kirche nicht nur den Sabbat als heilig, sondern befolgte auch Gottes Gesundheitsgesetze und praktizierte die Taufe durch Untertauchen. Sie glaubten, dass Gottes Gesetz oberste Priorität habe, und schworen ihre Treue allein Christus. Sie glaubten, dass es keinen Unterschied zwischen dem Befolgen des Gesetzes und höchster Moral gebe; das treue Befolgen von Gottes Wort sei das Zeichen der Liebe und Hingabe eines Christen.

Succat stieg schnell in den Reihen dieser Kirche auf und kämpfte gegen das Vordringen des Heidentums von den abgelegenen britischen Inseln und aus Europa. Irgendwann Ende zwanzig begann er von der grünen Insel zu träumen, die er einst sein Zuhause nannte. Er träumte davon, wie die Heiden dort unter wirtschaftlicher und geistlicher Armut litten – und schließlich glaubte er, dass Gott ihn berief, nach Erin zurückzukehren, das ihn einst gefangen hielt, um es mit Seinem Wort zu befreien. Der gläubige Bekehrte folgte ohne zu zögern.

Succat kehrt zur Smaragdinsel zurück
Die Bekehrung der Insel ist ebenso rätselhaft wie wundersam. Succat führte eine Gruppe gleichgesinnter Gläubiger auf die Insel und gründete Kirchen, die das Reich Gottes verherrlichen sollten, indem sie ihren Glauben durch Gehorsam zum Ausdruck brachten. Königin Margaret schrieb über diese und andere „eigenartige“ Praktiken der wachsenden keltischen Kirche und beklagte sich: „Sie sind es gewohnt … die Ehrfurcht vor [den Sonntagen] zu vernachlässigen.“

Obwohl die führenden religiösen Oberhäupter jener Zeit mit Drohungen und Schmeicheleien die Treue zu ihren Lehren einforderten, wies Succats Kirche diese Versuchungen immer wieder zurück. Infolgedessen wird Succat als direkt verantwortlich für die Gründung von mehr als 350 Kirchen und die Bekehrung von 120.000 Seelen angesehen.

In den folgenden Jahrhunderten wurde Succats Vermächtnis als treuer Sabbatbewahrer aufgrund des späteren Sturzes der keltischen Kirche von Halbwahrheiten und Mystik umhüllt. Tatsächlich belagerte der Zorn ganz Europas schließlich die winzige, eigenartige Insel, bis sie kapitulierte und unter Zwang kulturell akzeptablere Normen annahm.

Succat wird noch immer wie kaum ein anderer verehrt und gefeiert – er ist heute ebenso eine kulturelle Ikone wie damals, als er eine Nation für Christus eroberte. Leider werden die tieferen Wahrheiten hinter seinem mächtigen Wirken verdreht, aber das bedeutet nicht, dass die Wahrheit nicht erzählt werden kann. Es ist eine Lektion, an die wir uns erinnern sollten: Angeführt von Succats Treue blühte Irland jahrhundertelang in Frieden, während es Gottes führender Hand folgte. Nachdem es falsche Lehren und Praktiken übernommen hatte, verfiel es in Verzweiflung und wurde durch Unterdrückung und Grausamkeit unterworfen.

Falls Sie es noch nicht erraten haben: Succat ist besser bekannt unter dem Namen St. Patrick von Irland.

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