Was bedeutet es, dass Gott eifersüchtig ist?

F: In der Bibel steht, dass Gott ein „eifersüchtiger Gott“ ist. Würde das nicht bedeuten, dass Gott unvollkommen ist?

A: Wenn ein Mann seine Frau liebt und weiß, dass sie eine Affäre hat, und er darüber nicht betrübt ist, wäre das unnormal. Und genau so meint Gott, dass er ein eifersüchtiger Gott ist (2. Mose 20,5).

Eine normale, ja sogar gottesfürchtige Reaktion ist es, sich über einen untreuen Ehepartner zu grämen. Ein Fehler der Eifersucht liegt jedoch vor, wenn eine Person treu ist und ihr Ehepartner ihr ständig misstraut. Das ist eigentlich eine Art Phobie, die aus irrationaler Unsicherheit entspringt.

Menschen sind oft grundlos eifersüchtig und misstrauisch. Und ich habe gesehen, wie dies Ehen und ansonsten positive Beziehungen zerstört hat. Das ist ein Fehler – ein Mangel in der menschlichen Natur. Es gibt also zwei Seiten der Eifersucht. Auf der einen Seite steht eine angemessene, normale Eifersucht, die aus Liebe und ausschließlicher Hingabe entsteht. Die andere Seite ist eine abnormale Eifersucht, die aus Misstrauen und Angst entsteht.

In gewisser Weise hat der Herr die Kirche geheiratet; wir nehmen sogar Seinen Namen an. Und wir missbrauchen Seinen Namen, wenn wir uns Christen nennen und andere Götter anbeten. Er hat das Recht, eifersüchtig zu sein, wenn wir beschließen, unsere Hingabe anderen Göttern zu schenken, nachdem wir uns dazu bekannt haben, Ihn als unseren Ehemann anzunehmen. Er will unsere Treue, weil wir sie Ihm durch Buße und Taufe versprochen haben.

Aber die andere Form der Eifersucht … wenn ein Mann seiner Frau überallhin folgt und heimlich ihre Post durchstöbert … das ist eine Krankheit, die aus Misstrauen entsteht.

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