Hoffnung im Leiden
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Als in Syrien der Bürgerkrieg ausbrach und Hunderttausende Menschen das Leben kostete, boten viele Organisationen ihre Hilfe an. Doch jeder Freiwillige kann nur im Rahmen seiner verfügbaren Mittel und körperlichen Kräfte arbeiten. Der Bedarf ist oft so groß, dass Freiwillige verzweifeln, wenn sie erkennen, dass sie an ihre Grenzen gestoßen sind.
Inmitten all dieses Leids kann man leicht vergessen, dass auch Gott entsetzt und betrübt ist über das, was seine Kinder durchmachen. Am Grab eines verstorbenen Freundes heißt es in der Bibel: „Jesus weinte“ (Johannes 11,35). Die Heilige Schrift besagt auch, wie sehr Christus die „Gesetzlosigkeit“ hasst (Hebräer 1,9), die die Ursache allen Leidens ist. Ohne das Wissen um den Kampf zwischen Christus und Satan könnten wir denken, dass Gott für das Leiden verantwortlich ist.
Die Bibel sagt uns jedoch, dass Satan für die Sünde und das daraus resultierende Elend verantwortlich ist (Matthäus 13,28). Jesus lehrte diese Wahrheit durch das Gleichnis vom Weizen und vom Unkraut. Er erklärte, dass diejenigen, die Satans Wegen folgen, wie das Unkraut sind, das ein Feind in ein Weizenfeld gesät hat. Als er dieses Gleichnis erzählte, erklärte Jesus: „Der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel, die Ernte ist das Ende der Welt, und die Schnitter sind die Engel“ (V. 39).
Auch wenn es leicht sein mag, den Teufel für das Böse in der Welt verantwortlich zu machen, ist es nicht so leicht, mit denen zu leiden, die Schmerz erfahren. Doch genau deshalb war der Tod Jesu ein klarer Beweis für echtes Leiden. Während viele heute nach Gerechtigkeit rufen, bittet Christus sie, auf die Ernte zu warten: „Er sagte: ‚Nein, damit ihr nicht beim Sammeln des Unkrauts auch den Weizen mit ausreißt‘“ (Matthäus 13,29). Die Ernte ist die Hoffnung auf Gerechtigkeit von einem Gott, der seine Liebe durch Leiden gezeigt hat.
Wende es an:
Bete für jemanden, der heute leidet.
Vertiefe dein Verständnis:
Offenbarung 21,4; Philipper 2,5–11; Lukas 18,7