Über die Routine hinaus
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Der Abstand zwischen den Schienen, besser bekannt als die US-Eisenbahnspurweite, beträgt ungewöhnliche 4 Fuß und 8,5 Zoll. Warum? Weil man sie in England so gebaut hat und englische Auswanderer die US-Eisenbahnen bauten. Aber warum haben die Engländer sie in dieser Größe gebaut? Nun, die ersten Eisenbahnstrecken wurden von denjenigen gebaut, die Pferdebahnen bauten, und sie verwendeten einfach dieselbe Spurweite. Und sie verwendeten diese Spurweite, weil die Leute, die die Straßenbahnen bauten, dieselben Vorrichtungen und Werkzeuge benutzten wie beim Bau von Wagen – die diesen Radabstand verwenden.
Aber warum verwendeten die Wagen diesen seltsamen Radabstand? Hätten sie einen anderen Abstand gewählt, wären die Wagenräder gebrochen, weil sie nicht in die alten Straßenrillen gepasst hätten. Wer baute also diese alten, ausgefahrenen Straßen? Die ersten Fernstraßen in Europa wurden vom Römischen Reich zum Nutzen seiner Legionen gebaut. Und die Spurrillen? Sie wurden ursprünglich für römische Kriegswagen angelegt – und sie verwendeten das Maß von 4 Fuß, 8,5 Zoll. Sie waren alle gleich, was den Radabstand betraf.
Aber warum diese Breite? Sie wurden gerade so breit angelegt, dass sie die Hinterteile von zwei Kriegspferden aufnehmen konnten. Leider neigt der Einfluss alter Spurrillen dazu, ewig fortzuleben. Der Verfasser des Hebräerbriefes warnt uns vor den Gefahren, in unserem christlichen Leben nicht voranzukommen. „Darum wollen wir, nachdem wir die Anfangsgründe des Christentums hinter uns gelassen haben, zur Vollkommenheit voranschreiten“ (Hebräer 6,1). Das Wort „Vollkommenheit“ kann „Fülle“ oder „Reife“ bedeuten.
Wenn wir uns entscheiden, jeden Tag mit Jesus zu wandeln, werden wir wachsen und uns weiterentwickeln. Wir werden keine alten Pfade beschreiten, ohne sicherzustellen, dass wir diese Wege kennen und verstehen. Eine Tradition zu pflegen mag richtig erscheinen, aber wenn sie nicht mit der Bibel übereinstimmt, tun wir etwas vielleicht nur, weil „wir es schon immer so gemacht haben“. So wurden einst die Eisenbahnschienen verlegt. Fragen Sie sich also: „Bin ich auf dem richtigen Weg?“