Lehrt 2. Korinther 3,7–8, dass die Zehn Gebote hinfällig geworden sind?
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Die Bibel macht deutlich, dass Gottes Zehn Gebote für immer gelten. König David erklärte: „Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Gerechtigkeit; alle seine Gebote sind zuverlässig. Sie stehen fest für immer und ewig und sind in Wahrheit und Rechtschaffenheit vollbracht“ (Psalm 111,7–8). Der Apostel Paulus bekräftigte: „Heben wir denn das Gesetz durch den Glauben auf? Keineswegs! Im Gegenteil, wir bestätigen das Gesetz“ (Römer 3,31).
Was ist also „vergangen“? Diese Passage spricht von der Herrlichkeit auf dem Antlitz Mose, nachdem er beim Herrn gewesen war. Die göttliche Gegenwart Gottes ließ sein Gesicht so sehr strahlen, dass er zeitweise einen Schleier trug, um diesen Glanz zu verdecken. Dieses Leuchten war vorübergehend und würde verblassen. Die Tatsache, dass es verging, bedeutete nicht, dass es unecht oder schlecht war.
Paulus verwendet diese Herrlichkeit auf dem Gesicht des Mose als Beispiel für das jüdische System, das Gott durch Mose eingerichtet hat, um die Menschen auf Christus hinzuweisen. Es war kein schlechtes System. Aber als Jesus kam, ist dieses System vergangen. Der letztendliche Zweck des Heiligtums, der Feste und aller zeremoniellen Gesetze bestand darin, die Menschen auf den Messias hinzuweisen. Es war herrlich in seiner Bestimmung, aber es war nicht das Ziel, die Menschen an Rituale zu binden. Gottes Wunsch ist es, dass sein Gesetz in die Herzen der Menschen geschrieben wird.
Der Text sagt, dass der Dienst des Geistes „herrlicher“ sein würde. Wenn man den gesamten Abschnitt liest (2. Korinther 3,3–9), wird man erkennen, dass es nicht darum geht, Gottes Gesetz abzuschaffen, sondern darum, den Ort des Gesetzes von den „Steintafeln“ auf die „Tafeln des Herzens“ zu verlegen. Unter der Führung Mose wurde das Gesetz auf Stein gegeben. Doch durch das Wirken des Heiligen Geistes wird es in die Herzen geschrieben werden.