Für seinen Glauben sterben

Für seinen Glauben sterben

Wären Sie bereit, für Ihren Glauben an Jesus zu sterben?

Der Sudan ist ein Land, in dem es extrem schwer ist, Christ zu sein. Auf der Weltverfolgungsliste von Open Doors, die Länder auflistet, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden, steht dieses von Armut geplagte Land auf Platz 11. Der Sudan wird dort als Ort „extremer Verfolgung“ eingestuft. Islamistische Extremisten sind dort für Morde, Überfälle, Zwangsheiraten, Verhaftungen und Deportationen verantwortlich. [1]

Meriam Ibrahim ist eine sudanesische Christin und frischgebackene Mutter, die wegen angeblichen Glaubensabfalls verhaftet wurde. Während sie letzten Monat im Gefängnis auf ihren Prozess wartete, brachte sie ein Mädchen zur Welt. Zwei Wochen später wurde sie offiziell zu 100 Peitschenhieben und zum Tod durch Erhängen verurteilt. Obwohl das Gericht ihr drohte, um sie dazu zu bringen, ihrem Glauben abzuschwören, weigerte sie sich und hielt fest an ihrem Glauben an Christus.

Doch dank der Arbeit von Anwälten, starkem internationalem Druck und Gottes Gnade wurde die 27-jährige Mutter schließlich von der Todesstrafe befreit.

Dennoch beginnen konservative Schätzungen der Zahl christlicher Märtyrer – jener, die in direktem Zusammenhang mit ihrem Zeugnis sterben – bei über 1.000 pro Monat und steigen auf bis zu 10.000 pro Monat. [2] Ein Großteil der Debatte über die Zahl der Menschen, die als Christen sterben, dreht sich um die Definition dessen, was es bedeutet, ein Märtyrer zu sein.

Fast alle christlichen Organisationen, die die Zahl der Märtyrer erfassen, sind sich in einem Punkt einig: Das Sterben für den Glauben an Christus nimmt zu. [3] Jesus warnte seine Nachfolger vor dem, was kommen würde. „Dann wird der Bruder den Bruder zum Tode ausliefern und der Vater sein Kind; und die Kinder werden sich gegen die Eltern erheben und sie zum Tode bringen. Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet werden“ (Matthäus 10,21–22).

Der erhebliche Verlust an Religionsfreiheit vor der Wiederkunft Christi wird schließlich einen Punkt erreichen, an dem wahre Nachfolger Jesu nicht mehr „kaufen oder verkaufen können, außer wer das Malzeichen oder den Namen des Tieres hat“ (Offenbarung 13,17). Diejenigen, die nicht mit dieser Macht des Tieres kooperieren, werden mit dem Tod bedroht (V. 15).

Manchmal blicken wir voller Ehrfurcht auf Menschen, die ihr Leben als Märtyrer für den Namen Jesu hingeben, doch sind wir nicht bereit, jeden Tag kleine Opfer zu bringen. Trauen wir uns, im Supermarkt für Jesus Zeugnis abzulegen? Werden wir christliche Literatur kaufen und an ein erwachsenes Kind senden, das vom Glauben abgekommen ist? Erheben wir unsere Stimme, wenn unser Nachbar fragt: „Du glaubst nicht an die Entrückung? Woran glaubst du denn?“

Vielleicht werden wir eines Tages aufgefordert, unser Leben für Christus hinzugeben. Doch bis dahin wollen wir überall, wo wir hingehen, als Zeugen für Jesus auftreten.

Nachrichtenberichten zufolge wurde Meriam Ibrahim nun erneut von der sudanesischen Regierungfestgenommen , diesmal wegen „Betrugs“. Es scheint, als sei die Tortur ihrer Familie noch nicht vorbei; bitte betet weiterhin dafür, dass diese Situation schnell gelöst wird.

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