Und es gab Riesen …

Und es gab Riesen …

Was bedeutet es in Genesis 6,4, dass es Riesen gab?

Wenn die Söhne Gottes lediglich die gerechten Nachkommen von Seth waren und die Töchter der Menschen die weiblichen Nachkommen von Kain, warum waren dann die Kinder aus diesen Verbindungen Riesen und mächtige Männer? Wie erklären wir die Nachkommen dieser unglücklichen, aber menschlichen Ehen?

Nun, ich glaube, dass hier einfach ein Gesetz der Genetik, die sogenannte „genetische Vitalität“, zum Tragen kommt.

Zunächst müssen wir bedenken, dass die genetische Vitalität des Menschen zu dieser Zeit in der Geschichte größer war als heute. Männer und Frauen, die näher an der Schöpfungszeit lebten, waren stärker, gesünder und von Natur aus intelligenter. Viele Bibelwissenschaftler glauben sogar, dass die Menschen damals viel größer waren als heute. Der Begriff „Riesen“ bezieht sich jedoch möglicherweise gar nicht unbedingt auf die körperliche Größe, sondern auf andere Eigenschaften wie Charakter und Temperament.

Zweitens gab es schon immer Riesen … vor und nach der Sintflut, wie es in der Passage in Genesis heißt.

Nehmen wir zum Beispiel Robert Wadlow, geboren 1918 in Alton, Illinois. Bei der Geburt wog er normale acht Pfund und sechs Unzen. Mit sechs Monaten wog er 30 Pfund. Ein Jahr später, mit 18 Monaten, wog er 62 Pfund. Er war nicht dick; er war groß. Er wuchs weiterhin mit erstaunlicher Geschwindigkeit und erreichte mit acht Jahren eine Größe von 6 Fuß, 2 Zoll und ein Gewicht von 195 Pfund. Als er 13 war, wurde er der größte Pfadfinder der Welt. Mit 13 war er 2,24 Meter groß. Schließlich erreichte Robert eine Größe von fast 2,75 Metern! (Zum Vergleich: Goliath war etwa 2,90 Meter groß.) Roberts Größe machte ihn tatsächlich zum größten Menschen der modernen Geschichte.

Doch dieser Ruhm als Riese war nicht immer einfach für ihn. Für seine Kleidung wurde dreimal so viel Stoff benötigt wie üblich, und seine Schuhe in Größe 37 kosteten Tausende von Dollar pro Paar – und das zur Zeit der Weltwirtschaftskrise. Als Robert 20 wurde, stellte ihm die International Shoe Company seine Schuhe kostenlos zur Verfügung und stellte ihn ein, um für das Unternehmen zu werben. Das war seine einzige Einnahmequelle. Er besuchte mehr als 800 Städte in 41 Bundesstaaten und legte auf seiner Werbetour 300.000 Meilen zurück. Die Schuhfirma musste ein Auto umbauen, damit er einsteigen konnte, und den Vordersitz entfernen, damit er hinten sitzen und seine langen Beine ausstrecken konnte.

Obwohl er von enormer Statur war, war er sehr gutmütig, intelligent und sanftmütig. Die Leute starrten ihn immer entsetzt an. Sie fragten ihn: „Stört es dich, wenn dich alle anstarren?“ Er antwortete: „Oh, ich sehe einfach darüber hinweg.“ Er versuchte, ein normales Leben zu führen, und hatte Freude am Briefmarkensammeln und an der Fotografie. Er fotografierte sogar Leute, die ihn fotografierten.

Robert war ein Riese der Moderne, für dessen Entstehung oder zur Erklärung seiner Existenz weder gefallene Engel noch Außerirdische nötig waren. Die riesigen Nachkommen der Söhne Gottes und Töchter der Menschen könnten einfach das Ergebnis genetischer Vitalität sein. Wenn eine Volksgruppe jahrelang isoliert ist und nur untereinander heiratet, wie es manche Pazifikinsulaner tun, wird der Genpool eingeschränkt und anfälliger für Geburtsfehler und genetische Anomalien. Nach mehreren Generationen dieser Isolation, wenn sie schließlich außerhalb ihrer Insel oder ihres Stammes heiraten, sind die Kinder aus diesen Verbindungen tendenziell gesünder, robuster und, ja, sogar größer. Die größten Raubkatzen der Welt sind Liger, eine Kreuzung aus Tigern und Löwen.

Doch was auch immer der Grund für diese mächtigen Männer sein mag, es reicht zu wissen, dass es sich nicht um übernatürliche Wesen handelte. Das ergibt keinen Sinn. Ich hoffe, Sie lesen meinen Artikel „Wer sind die Söhne Gottes?“, um herauszufinden, warum. Klicken Sie einfach auf den Link unten.

  • Für weitere Informationen über die Söhne Gottes und wer sie sein könnten, klicken Sie hier.

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