Tempel der Liebe
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Die unterste soziale Klasse in Indien ist die Dalit-Klasse, die als „Unberührbare“ bekannt ist. Angehörigen der untersten Kastenstufe ist es nicht gestattet, Tempel zu betreten, Schulen zu besuchen, die von Angehörigen höherer Kasten besucht werden, oder aus denselben Brunnen zu trinken, aus denen Angehörige höherer Kasten trinken. Vor kurzem trug jedoch ein Priester einen Dalit-Mann in einen Tempel, um diese Tradition zu durchbrechen.
Die Bibel verwendet die Metapher des Tempels, um die Gemeinde Gottes zu beschreiben. Im Gegensatz zu den Bräuchen in manchen Kulturen spricht die Bibel jedoch davon, dass alle Menschen in der Gemeinde willkommen sind. Gleichzeitig deutet die Verwendung der Tempelmetapher darauf hin, dass die Zugehörigkeit zur Gemeinde Gottes zu einer engeren Beziehung zu Gott führt und ein gewisses Maß an Ehrfurcht gegenüber der Mitgliedschaft in der Gemeinde erfordert.
Um diese Analogie besser zu verstehen, ist es hilfreich zu bedenken, dass es die Menschen sind, die den Tempel Gottes auf Erden bilden, unabhängig von den Gebäuden, in denen sie Gottesdienst feiern: „Auch ihr werdet als lebendige Steine
zu einem geistlichen Haus, zu einer heiligen Priesterschaft, aufgebaut, um durch Jesus Christus geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind“ (1. Petrus 2,5).
Die Mitgliedschaft in der Kirche sollte Menschen widerspiegeln, die den Charakter Christi widerspiegeln. Auch wenn wir in Jesus immer weiter wachsen, sollte es eine Verpflichtung geben, den Lehren der Schrift zu folgen und durch die Kraft des Geistes nach Heiligkeit zu streben.
Eine ähnliche Metapher zeigt, dass der Charakter jedes einzelnen Gemeindemitglieds den Tempel Gottes ausmacht, unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild des Gebäudes: „Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bestehen bleibt, wird er Lohn erhalten“ (1. Korinther 3,14). Das kann bedeuten, dass wir zwar allen Menschen dienen, aber bei der Wahl eines Ehe- oder Geschäftspartners wählerisch sein sollten (2. Korinther 6,14.16). Dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten, wie wir Gottes Tempel für andere attraktiv machen können.
Anwendung:
Plane ein geselliges Beisammensein mit jemandem, den du als geistlich empfindest.
Vertiefung:
Epheser 2,20; 1. Korinther 3,9–15; 1. Petrus 2,4.6