Modische Gesetze

Daily Devotional Audio

Modetrends mögen kommen und gehen, doch die Psychologie bestimmt nach wie vor, wie wir uns kleiden.

Die Forschungspsychologin Karen Pine erklärt in ihrem Buch „Mind What You Wear“, wie unsere Kleidung unser Selbstbild beeinflusst. So werden beispielsweise Menschen, die sich wie ein Chef kleiden, eher schneller befördert. Frauen tragen doppelt so häufig Jeans, wenn sie niedergeschlagen sind, als wenn sie glücklich sind. Sie fand außerdem heraus, dass Patienten einem Arzt, der einen weißen Kittel trägt, mehr Vertrauen entgegenbringen.

Manche Menschen betrachten den Sabbat am siebten Tag offenbar als eine vorübergehende Modeerscheinung. Sie machen sich keine Gedanken darüber, wie Gottes heiliger Tag von Menschen vom Samstag auf den Sonntag „verlegt“ wurde. Die Bibel sagte voraus, dass dies durch eine irdische Macht geschehen würde, die „beabsichtigen wird, Zeiten und Gesetze zu ändern“ (Daniel 7,25).

Der Ursprung der Sonntagsfeier als christliche Institution lag im „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ (2. Thessalonicher 2,7), das bereits am Werk war, als Paulus schrieb. Daniels Vision offenbarte, dass einer Macht in Gestalt eines kleinen Horns, dargestellt als „ein Tier, das aus dem Meer aufstieg“ (Offenbarung 13,1), „ein Mund gegeben wurde, der große Dinge und Lästerungen redete“ (Vers 5).

Nur eine Macht innerhalb des Christentums hat für sich das Vorrecht beansprucht, Zeiten und Gesetze zu ändern. Um das Jahr 1400 herum behauptete Petrus de Ancharano, dass „der Papst das göttliche Gesetz ändern kann, da seine Macht nicht von Menschen, sondern von Gott stammt und er an Gottes Stelle auf Erden handelt, mit der vollsten Macht, seine Schafe zu binden und zu lösen“.

Johann Eck, ein Verteidiger der katholischen Religion, untermauerte diese Behauptung, als er Martin Luther während der Reformation angriff. Er stellte Luther wegen der Einhaltung des Sonntags anstelle des biblischen Sabbats in Frage und behauptete: „Die Kirche hat den Sabbat aus eigener Vollmacht in den Sonntag umgewandelt, wofür du [Luther] keine Schriftstelle hast.“

Gottes Gesetz ist nicht wie wechselnde Modetrends. David schrieb: „Das ganze Wort ist Wahrheit, und jedes deiner gerechten Urteile bleibt in Ewigkeit“ (Psalm 119,160).

Anwendung:

Denke an einen veralteten Kleidungsstil. Inwiefern unterscheidet sich Gottes Gesetz von wechselnden Modetrends?

Vertiefung:

Daniel 7,23–27; Matthäus 7,24–29; Offenbarung 13,1–10