Wo liegt die Grenze zwischen beharrlichem Beten und sinnloser Wiederholung?
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Das Gebet dient nicht dazu, Gott zu informieren; vielmehr führt es uns zu Gott hin. Der Herr möchte, dass wir zu ihm beten, zu unserem eigenen Wohl, und nicht, weil er ohne unser Gebet nicht wüsste, was vor sich geht. Es verbindet uns mit Gott. Er weiß, was du brauchst, noch bevor du darum bittest; deshalb legt der Herr bestimmte Lasten auf unser Herz, und solange diese Lasten da sind, sollten wir weiterhin dafür beten.
Die Heiden sprachen dasselbe Gebet mehrmals hintereinander. Das ist kein Gebet. Gebet ist der bewusste Schrei deines Herzens zum Herzen Gottes. Gebet erhebt dich. Wenn du betest, solltest du über das Gebet nachdenken und darüber, was das, was du sagst, wirklich bedeutet.
Das griechische Wort für „leere Wiederholungen“ kommt im Neuen Testament nur an dieser einen Stelle vor. Es bedeutet „plappern“ und „herausrasseln, ohne groß darüber nachzudenken, was gesagt wird“. Will Jesus, dass wir so beten? Was in den Versen 9–13 folgt, ist ein einfaches Beispiel dafür, wie wir beten könnten. Aber es ist nicht als Zauberformel gedacht, die Wunder bewirkt, wenn wir sie sinnlos wiederholen.
Es gibt einige christliche Konfessionen, die den Menschen sagen, dass sie, wenn sie sündigen, ein bestimmtes Gebet immer wieder sprechen sollen, um das Unrecht, das sie begangen haben, wieder gutzumachen. Das ist nicht biblisch.
Dann gibt es Menschen wie Elia, der niederkniete und Gott siebenmal bat, Regen zu senden. Ich glaube nicht, dass er siebenmal genau dasselbe Gebet gesprochen hat. Vielmehr flehte er den Herrn siebenmal auf unterschiedliche Weise an, sein Wort zu erfüllen und Regen zu senden. Menschen, deren Kinder sich von Gott abgewandt haben, beten jeden Tag für deren Errettung. Das ist kein vergebliches Wiederholen von Gebeten. Man kann sicher sein, dass Jesus jeden Tag für die Jünger gebetet hat (Johannes 17).