Der Geschmack auf etwas Gutes

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Menschen haben etwa 10.000 Geschmacksknospen auf der Zunge, doch Insekten verfügen über den am weitesten entwickelten Geschmackssinn – sie nutzen dazu ihre Füße und Fühler. Hast du schon einmal in etwas gebissen und plötzlich etwas Bitteres geschmeckt? (Bei einem Potluck habe ich etwas Erdnussbutter auf mein Dessert gestrichen, nur um dann festzustellen, dass es sich eigentlich um veganen Streichkäse handelte. Kein Vergnügen!)

Deine erste Reaktion ist, es auszuspucken. Von den fünf Sinneswahrnehmungen der Zunge ist die Bitterwahrnehmung am empfindlichsten, wenn es darum geht, etwas Unangenehmes zu erkennen. Vielleicht war das Gottes Absicht, da viele giftige Pflanzen von Natur aus bittere Verbindungen enthalten.

Die Geschmacksschwelle für Bitterkeit wird im Verhältnis zu Chinin gemessen, dem ein Referenzwert von 1 zugewiesen wird. Im Jahr 1958 entdeckten Wissenschaftler eine Chemikalie namens Denatonium, die bitterste Substanz, die je gefunden wurde. Sie hat eine Schwelle von 1.000! Dieser Abschreckungsstoff wird giftigen Substanzen beigemischt, um zu verhindern, dass Menschen versehentlich etwas verschlucken, das ihnen schaden könnte.

Forscher haben zudem einige Substanzen entdeckt, die für manche Menschen extrem bitter sind, für andere hingegen praktisch geschmacksneutral. Offensichtlich machen die Gene mancher Menschen sie zu „Supertastern“, wenn es darum geht, bestimmte Bitterstoffe zu erkennen.

Salomo verabreicht seinem Sohn in Sprüche 5 eine bittere Medizin und fordert ihn eindringlich auf, Unzucht um jeden Preis zu meiden. Er spricht aus eigener Erfahrung. Es ist seltsam, dass der weiseste Mensch, der je gelebt hat, im Bereich der Begierde einige der törichtesten Entscheidungen traf. Er warnt alle Menschen davor, dass das, was am Anfang süß erscheint, am Ende bitter wird.

Er veranschaulicht die Reue und die verheerenden Folgen eines Verstoßes gegen das siebte Gebot anhand einer mehrjährigen Pflanze, die in den gemäßigten Regionen Nordafrikas wächst und Artemisia genannt wird. Der Strauch wurde als Zutat zur Aromatisierung einiger alkoholischer Getränke und in manchen Gewürzen verwendet, doch der stark bittere Saft der Pflanze ist für den Verzehr in einem gewöhnlichen Mittagsalat ungeeignet.

Gott möchte, dass wir ein feines Gespür dafür entwickeln, die giftigen Versuchungen Satans zu erkennen. Durch Salomos Beispiel ruft der Herr uns auf: „Seid wachsam!“ Wir können aus Salomos Erfahrungen lernen und so davor bewahrt werden, bitteren Kummer zu kosten.

Herr, ich verspreche, heute meinen Blick auf dich zu richten und meine Gedanken rein zu halten. Ich entscheide mich, von jedem unreinen Weg abzukehren.

Weiterführende Lektüre: Sprüche 5,1–14